Die Federn und Polster

Die Federn

14 Karat Weißgoldfedern garantieren einen ermüdungsfreien Rückschlag der Klappen. Weil das Material im erforderlichen Bereich eine nahezu lineare Federkonstante aufweist, ist es möglich, den Federdruck über das ganze Instrument auszubalancieren. Egal ob mit einem Finger eine oder gleich drei Klappen bedient werden, der Widerstand bleibt derselbe – für ein schnelles und gleichmäßiges Spiel.

Die Polster

Alle Eloy Querflöten werden mit Straubinger Polstern ausgestattet. Diese Polster bestehen zum größten Teil aus nicht organischem Material. Dadurch nehmen sie wenig Feuchtigkeit auf und bleiben sehr formstabil. Dies macht diese Polster ausgesprochen zuverlässig. Außerdem wird durch die absolut flache Oberfläche die Ansprache deutlich verbessert.

Die Federn und Polster

Die „Pinless“ – Mechanik

Die Pins oder Achsenquerstifte, welche die Klappen traditionell in den Achsen fixieren, sind bei der Eloy Flöte nicht vorhanden. Diese Pins, deren Nachteil ist, dass sie den Mechanismus schwächen können, wurden durch Mitnehmer und Brücken ersetzt. Das so direkte Verbinden der Klappen verhindert das „Hängenbleiben“ und das „schlechte Laufen“ bestimmter Klappen. Die lange Trillerachse ist durch einen speziellen Mechanismus ohne Spiel konstruiert worden: Ein Ende in axialer Richtung wird durch einen kontrollierten Federdruck gehalten, sodass das mechanische Spiel, das normalerweise durch Verschleiß entstehen würde, sofort ausgeglichen wird.

Die „Pinless“-Mechanik

Die Herstellung der Mechanik

Die Herstellung der Mechanik ist sehr aufwändig. Hunderte von vorgegossenen oder vorgefertigten Teilen werden gefeilt, gedreht, geschliffen, verformt, angepasst, poliert und mit Silberlot verlötet. Nach Abschluss des Fertigungsprozesses der Mechanik-Komponenten werden diese in einem Keramikofen in einem Spezialverfahren gehärtet und sind damit wesentlich fester und widerstandsfähiger als unbehandeltes Silber. Harry van Ekert ist einer der wenigen Flötenbauer, welche diese Technik anwenden. Ergebnis: eine sehr solide und präzise Mechanik mit langer Lebensdauer!

Vorbereitung der Montageschiene für den Einbau der Mechanik


Nach Endmontage und Finish. Perfekt!

Die Herstellung der Tonkamine

Die Tonkamine werden aufgelötet und dann die Tonlöcher in mehreren Schritten ausgefräst und poliert. Durch dieses Verfahren bleibt die Härte des Flötenrohres erhalten, da die atomare Struktur des Metalls weder durch Zug noch durch Hitze verändert wird.

Mokumeum®

Mokumeum: Eine Flöte aus Mokumeum hat einen speziellen und einzigartigen Klang. Mokumeum wird in zwei Zusammensetzungen hergestellt: 14 Karat Rotgold mit Silber 925 oder 14 Karat Weißgold mit Palladium.

Mokumeum® 14 Karat Rot oder Weißgold

Was ist das Besondere an Mokumeum®?

Normalerweise werden Metalllegierungen beim Schmelzen atomar homogen gemischt. Bei Mokumeum liegen die verschiedenen Metalle übereinander. Das hängt mit der Fertigungstechnologie zusammen. Feinste Schichten übereinandergelegt werden so lange geschmiedet, bis sie miteinander verbunden sind. Dieser Fertigungsprozess, der sehr aufwändig und teuer ist und höchste Goldschmiedekunst erfordert, führt dazu, dass das resultierende Metall besonders hart und dicht wird. Und die dabei entstehende Oberfläche ist von ästhetisch außergewöhnlicher Schönheit.

Harry van Ekert hat viele unterschiedliche Mischungsanteile geprüft und als Ergebnis stehen nun Materialien zur Verfügung, bei dem der Charakter einer Gold- und einer Silberflöte in einem Instrument vereint wurde. Beide Timbres, der klare warme Ton von Silberflöten und der dunklere starke Ton von Goldflöten wurden so zusammengeführt. Das harmonische Spektrum einer Mokumeumflöte ist einzigartig und kann mit keiner anderen Flöte verglichen werden!

Mokumeum©

Dieser Fertigungsprozess basiert auf einer jahrhundertealten Technik, die ihre Ursprünge in Messerfertigung in Japan hat. Unter Einfluss von Druck und Hitze werden verschiedene Sorten gestapelte Metallbleche miteinander verbunden. Dadurch entsteht eine massive laminierte Metallplatte, die dann weiterbearbeitet wird.

Ein mit Mokume Gane Technik hergestelltes Flötenrohr hat eine einzigartige Komposition. Keine andere Flöte wird exakt die gleiche Struktur aufweisen, wodurch jede einzelne Flöte ihren persönlichen eigenen Klang bekommt. Dieses Konzept ist patentiert und nur bei Eloy Flutes zu finden.

Die Metalle

Der Klang der Flöte wird durch die Mundplatte, den Tonkamin, die Mensur und den Korpus bestimmt. Entscheidend ist dabei das gewählte Metall mit seinen spezifischen physikalischen Eigenschaften (u.a. Härte, Dichte, Struktur und spezifisches Gewicht).

Folgende Materialien finden im ELOY-Querflötenbau Verwendung:

Silber 925 oder Sterling Silber

Silber 925 ist das am meisten verwendete Metall für Konzertinstrumente. Es ist auch bekannt als Sterling Silber, einer Legierung von 925/1000 Anteilen reinem Silber und 75/1000 Anteilen Kupfer. Das Kupfer wird benötigt, um dem Flötenrohr die erforderliche Härte zu verleihen. Ähnliche Legierungen hat bereits der „Stradivari“ unter den Flötenbauern, Louis Lot, verwendet, das „französische Silber“ war damals durch seine hohe Qualität bekannt, gekennzeichnet durch den Stempel des Eberkopfs. ELOY-Flöten haben eine Wandstärke von 0,35 mm, was zu einem warmen und zugleich strahlenden Ton führt, der gut trägt. Die Wandstärke der Kopfstücke ist 0,38 mm etwas dicker, dadurch entsteht ein gut ausbalancierter Ton über alle Register der Flöte.

Edel Silber


Edel Silber ist eine Legierung, welche speziell für ELOY Flöten entwickelt wurde. Statt einer Kupferzugabe zum Silber, wird Edelmetall für den Härtungsprozess verwendet. Die Anteile bei Edel Silber sind 850/1000 Teile Silber und 150/1000 Teile Edelmetalle, von denen der größte Anteil Gold ist. ELOY gibt die genauen Anteile an der Legierung nicht bekannt, sie sind ein Betriebsgeheimnis. Aber deren Einfluss auf die Tonqualität ist eindeutig hörbar, mit einem schöneren Timbre. Und ein weiterer Vorzug: Die Oberfläche der Rohre kann nicht anlaufen und bleibt so immer glänzend.

Gold

14 Karat Rotgold

ELOY stellt auch 14 Karat Rotgold-Flötenrohre her. Dichte und Härte von Gold sind höher als die von Silber und das Ergebnis ist ein vollklingender, dunkler Ton.

Wie entstehen ELOY-Flöten?

Das Silberblech, nachdem es erhitzt und auf dem Rundstahl gerundet wurde, wird mit Draht zusammengezogen und dann mit Silberlot verlötet, bevor es weiterverarbeitet und in seine Enddimensionen geformt wird.

Foto: PROFLAUTA©

Dem Flötenbauer über die Schulter geschaut: Das Silberblech, nachdem es erhitzt und auf dem Rundstahl gerundet wurde, wird mit Draht zusammengezogen und dann mit Silberlot verlötet, bevor es weiterverarbeitet und in seine Enddimensionen geformt wird: Die Rohre werden kalt auf dem Dorn und dem Rundstahl durch ein Locheisen gezogen und damit erhält das Metall eine sehr feste kristalline Struktur.